Stellenbeschreibungen und -bewertungen werden häufig bei der Neubesetzung einer Position erstellt und von da an als gegeben hingenommen. Angesichts unserer schnelllebigen und sich verändernden Arbeitswelt sollten sie aber regelmäßig überprüft werden.

Die Erweiterung von Arbeitsumfängen und Verantwortungsbereichen, die Veränderung von Aufgabeninhalten durch Digitalisierung oder eine veränderte finanzielle Situation kommunaler Haushalte sind Gründe, die eine Anpassung der Stellenbeschreibung und -bewertung erfordern. Die Voraussetzung für eine adäquate Bestimmung der benötigten Vollzeitäquivalente und der Eingruppierung gemäß TVöD ist eine strukturierte, methodische Erhebung von Aufgabenumfängen, Arbeitsmengen und Bearbeitungszeiten. Dabei müssen einige Aspekte beachtet werden, um Fehler zu vermeiden und Stellen angemessen und realistisch bewerten zu können.

1. Wahl eines methodischen Ansatzes

Bei der Erhebung von Stellenbedarfen, Stellenbeschreibungen und folglich auch Stellenbewertungen können unterschiedliche Methoden zum Einsatz kommen. Die Auswahl des passenden Instrumentes ist dabei entscheidend, um effizient und gründlich vorzugehen. Die Wahl hängt im Wesentlichen von der Art und Komplexität der jeweiligen Aufgaben sowie bereits existierender Aufgabenbeschreibungen ab.
Hilfreich ist hierbe