Wichtige An­forderungen des Rechnungswesens in der kommunalen Doppik oft noch nicht umgesetzt

Die Erfahrungen der örtlichen und überörtlichen Prüfungsinstanzen zeigen, dass die Einführung und die Umsetzung der Doppik in den Kommunen in Deutschland noch nicht vollumfänglich umgesetzt wurden. Auch wenn viele Kommunen das Thema der Aufstellung der Eröffnungsbilanz hinter sich gebracht haben, so steht die Implementierung der zugehörigen neuen Prozesse, wie zum Beispiel im Rahmen der Aufstellung der Jahresabschlüsse zum Teil noch aus.

Die Aufstellung der kommunalen Jahresabschlüsse erfordert ein funktionsfähiges Rechnungswesen und eine sachgerechte Integration der damit einhergehenden neuen Tätigkeiten in die laufenden Arbeitsprozesse. In der Finanz- und Anlagenbuchhaltung sind alle Buchungsvorfälle sachlich und zeitlich geordnet zu erfassen, auf Konten zu buchen und ordnungsgemäß zu dokumentieren. Dies erfordert neben der Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung auch eine funktionsfähige Nebenbuchhaltung. Im Rahmen der Durchsicht der Ergebnisse überörtlicher Prüfungsinstanzen wird deutlich, dass einige wichtige Anforderungen an das Rechnungswesen noch nicht umgesetzt wurden. [1] Hierdurch kommt es zu Feststellungen, die einen geprüften Jahresabschluss zeitlich stark verzögern. Diese Verschiebung wiederum führt dazu, dass die Haushaltsführung über mehrere Jahre ohne Abschluss der vergangenen doppischen Haushalte erfolgt. Eine nachhaltige Steuerung der Haushaltswirtschaft setzt jedoch verlässliche Daten voraus. Aufgrund der zu spät erstellten bzw. noch gar nicht vorliegenden Jahresabschlüsse ist dies kaum möglich.

Handlungsempfehlung

Wir bieten Ihnen verschiedene Leistungen, um dieses Problem frühzeitig zu umgehen bzw. zeitnah zu lösen.
Vor allem ist es zwingend notwendig, einen Überblick über die für die Prüfung relevanten Sachverhalte zu erhalten um die Hemmnisse der Jahresabschlussfeststellung schnellstmöglich abzubauen. Nur so kann verhindert werden, dass sich diese Themen über die ausstehenden Jahresabschlüsse potenzieren.
Unser Leistungsportfolio in diesem Zusammenhang können Sie dem beigefügten Produktblatt entnehmen. Durch die Kombination unserer Erfahrungen in der Kommunalberatung und der Rechtsberatung durch unseren Kooperationspartner PETERSEN HARDRAHT PRUGGMAYER Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaft mdB finden wir stets die für Sie optimale Lösung.

Produktblatt zum Download als PDF:
Produktblatt Kommunaler Jahresabschluss – zum Download (PDF)

 

[1] Siehe hierzu z.B. Jahresbericht 2016 des Sächsischen Rechnungshofs, Band II: Kommunalbericht, S. 83 ff.; Kommunalbericht 2016 des Präsidenten des Hessischen Rechnungshofs, S. 76; Landesrechnungshof Mecklenburg-Vorpommern, Jahresbericht 2016 Teil 1, Tzn. 303-345.

Verfasser:

Sebastian Heinemann

Interner Revisor DIIR
Externer Datenschutzbeauftragter