Die Entwicklung der Internen Revision zum Mehrwertgenerator

Vom Erbsenzählerimage zur nachhaltigen Unterstützung bei der Effizienzsteigerung

Ausgangssituation

Die Unternehmensführung/Corporate Governance wird in den letzten Jahren zunehmend durch gesellschaftsrechtliche Veränderungen sowie immer schneller werdende branchenspezifische Änderungen der Anforderungen und Rahmenbedingungen (z. B. steigende Komplexität der Wertschöpfungsstrukturen) geprägt, was zu einem steigenden Haftungsrisiko im Kontext von Unternehmenssteuerung und -kontrolle sowie einem erhöhten Risiko für wirtschaftskriminelle Handlungen führt und eine hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Unternehmen erfordert.

In diesem Zusammenhang hat die Interne Revision in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen.

Darüber hinaus entstehen durch die Veränderung der unternehmerischen Rahmenbedingungen sowie insbesondere die digitale Transformation der Unternehmen vollständig neue Prüffelder. So stellt sich beispielsweise das E-Commerce oftmals als ein autarkes Gebilde dar, das parallel zu den normalen Verkaufsprozessen heranwächst und dieses zum Teil sogar übersteigt. Im Bereich Social Media wiederum lässt sich beobachten, dass ganze Geschäftsprozesse digitalisiert werden und nur noch über diese Kanäle ablaufen.

Handlungsempfehlungen

Damit die Interne Revision einen Mehrwert für die Organisation schafft, sollte sie die Organisation bei der Erreichung von strategischen und betrieblichen Zielen, Zielen der Berichterstattung sowie Zielen der Regeleinhaltung unterstützen und gleichzeitig dafür Sorge tragen, dass die Organisation ein ethisches Umfeld (Schwerpunkt und neues Prüffeld: Corporate Social Responsibility) pflegt. Dazu sind ein tiefes Verständnis für die Ziele der Organisation sowie die Arbeitszusammenhänge in der Organisation wesentliche Grundvoraussetzung. Die Anforderungen an die Interne Revision haben sich weg von der themenspezifischen Einzelfallprüfung eines Regelverstoßes hin zum gesamtheitlichen Effizienzsteigerungsfokus unter Berücksichtigung sämtlicher Rahmenbedingungen entwickelt. Dabei ist der Blick über den Tellerrand und über den eigentlichen Organisationshorizont einer zu prüfenden Einheit oftmals entscheidend für die tatsächliche gesamtunternehmerische Optimierung und macht die Revision zum Mehrwertgenerator.

Darüber hinaus müssen sich die Revisionsabteilungen darüber Gedanken machen, wie sie die neuen Prüfungsfelder mit der gleichen Genauigkeit testen, die für sie in anderen Bereichen selbstverständlich ist und auch an deren Optimierung in gleicher Art und Weise mitwirken. Dafür benötigen sie als erstes veränderte Revisionsansätze und Methoden.

So kann die Methodik des Continuous Auditing ein Instrument zum praktischen Umgang mit den neunen Herausforderungen darstellen. Weiterhin ist die Zusammenarbeit und die bereits beschriebene gesamtunternehmerische Sichtweise und Vernetzung, z. B. mit der Abteilung Risikomanagement eine wichtige Voraussetzung zur Effizienzsteigerung, ohne dabei die Grundanforderungen an die Interne Revision außer Acht zu lassen. Die Interne Revision muss mehr als „inhouse consultant“ wahrgenommen werden und auch so agieren.

Die beratungsraum GmbH unterstützt Sie gern bei der Anpassung Ihrer Revisionsstrategie und der Optimierung der Ansätze und Methoden.

Unser Leistungsportfolio in diesem Zusammenhang können Sie dem beigefügten Produktblatt entnehmen. Darüber hinaus können wir Ihnen durch die Kombination unserer Erfahrungen in der Kommunalberatung mit Leistungen der Rechts- und Steuerberatung durch unseren Kooperationspartner PETERSEN HARDRAHT PRUGGMAYER Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaft mdB stets die optimale und ganzheitliche Lösung bieten.

Produktblatt zum Download als PDF:
Produktblatt Interne Revision – zum Download (PDF)

Verfasser:

Sebastian Heinemann

Interner Revisor DIIR
Externer Datenschutzbeauftragter